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Der 11. März

Der 11. März ist für die meisten Menschen einfach ein Datum. Für andere hat der 11. März 2004 das ganze Leben auf den Kopf gestellt.


Letztes Jahr, an eben diesem 11. März, sassen wir beim Frühstück. Ganz normaler Alltag. Ich fragte unsere Aupair Lucia, die ein bisschen niedergeschlagen schien, „Wie geht es dir?“


Sie antwortete: „Nicht so gut.“ Dann ergänzte sie: „Heute ist 11.3. Vor ein paar Jahren gab es einen Anschlag in Madrid.“


Ich erinnerte mich daran.


Sie schaute kurz auf ihren Teller und sagte: „Meine Mutter war da.“


Ich fragte vorsichtig: „Was ist passiert?“


Sie hob den Blick und antwortete: „Sie starb.“


In diesem Moment wurde aus einem historischen Ereignis aus der Tagesschau eine persönliche Realität.


Ihre Mutter, Míriam Melguizo Martínez, war 28 Jahre alt, seit zwei Jahren verheiratet und hatte eine neun Monate alte Tochter. Zwei Monate zuvor hatte sie ihren Arbeitgeber darum gebeten, eine halbe Stunde früher beginnen zu dürfen, um nachmittags mehr Zeit mit ihrer kleinen Lucia zu haben. An jenem Morgen frühstückte sie mit ihrer Familie, küsste ihr Kind und stieg eine halbe Stunde früher in den Zug.


Islamistische Terroristen zündeten an diesem Morgen mehrere Bomben in Madrider Pendlerzügen. 191 Menschen starben. Eine davon war Míriam Melguizo Martínez.


Als Lucia das erzählte, dachte ich an meine eigene Familie. Daran, wie selbstverständlich wir davon ausgehen, dass Eltern abends nach Hause kommen. Dass ein normaler Morgen ein normaler Abend bleibt.


Genau deshalb ist Sicherheit für mich kein Randthema. Als Fraktionssekretär habe ich mit Grossräten der FDP-Fraktion mehrere Vorlagen ausgearbeitet, um unseren Alltag und unseren Kanton sicherer zu machen.


In der Frühlingssession werden folgende Vorstösse behandelt:


1. Extremismus früh erkennen und verhindern

Mit der Motion zur Stärkung der inneren Sicherheit verlangen wir ein wirksames Vorgehen gegen Radikalisierung und extremistische Gewalt. Der Regierungsrat unterstützt das Anliegen und beantragt die Annahme.


2. Kriminelle Ausländer konsequent ausschaffen

Mit einer weiteren Motion schaffen wir Klarheit im Vollzug und verlangen Transparenz bei blockierten Ausschaffungen. Über 30 Prozent der Wegweisungen sind derzeit blockiert. Unter anderem wegen internationalen Verfahren oder fehlender Kooperation von Herkunftsstaaten. Das Vertrauen in den Rechtsstaat verlangt hier Offenheit und Konsequenz.


3. Raschere Ausschaffung abgewiesener Asylsuchender

Wir verlangen eine Reduktion des Bestandes abgewiesener Asylsuchender und mehr Druck auf unkooperative Staaten. Der Regierungsrat anerkennt das Problem und unterstützt zentrale Punkte.


Sicherheit ist für mich ein zentrales Thema. Ich setze mich dafür ein, dass Menschen durch den Alltag gehen können, ohne Angst vor Terror oder extremistischer Gewalt zu haben. Damit kein Kind mehr wegen Terroristen ohne Mutter oder Vater aufwachsen muss.


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