Bremgarten b. Bern: FDP reagiert auf Vertrauenskrise an der Volksschule
- Medienmitteilung
- 2. Mai
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Die FDP Bremgarten zieht die Konsequenzen aus einer seit Monaten eskalierenden Situation an der Volksschule. Mit der Gemeindeinitiative «Starke Volksschule Bremgarten» fordert sie die Wiedereinführung einer Bildungskommission. Ziel ist es, Führungsstrukturen zu korrigieren, Vertrauen zurückzugewinnen und den politisch stark belasteten Gemeinderat zu entlasten.

Hinter der Initiative stehen ausgewiesene Fach- und Führungspersonen aus Politik, Verwaltung und Schule, darunter Margot Hofstetter, früheres Mitglied der Geschäftsleitung der kantonalen Bildungsdirektion, Franziska Eberhard, Schulleiterin, sowie Philip Michel, Präsident der FDP Bremgarten bei Bern, und Henrik Schoop, ehemaliger Bildungsgemeinderat von Ostermundigen.
Auslöser war eine Führungskrise, die sich im Verlauf des Jahres 2025 zuspitzte. Innert kurzer Zeit kam es zu gravierenden personellen Veränderungen: Eine Schulleiterin wurde freigestellt, die zuständige Gemeinderätin trat zurück, zahlreiche Lehrpersonen verliessen die Schule. Weitere Kündigungen und längerfristige Ausfälle verstärkten die Verunsicherung bei Eltern, Lehrpersonen und in der Bevölkerung.
Im Zentrum der Kritik steht die heutige Führungsstruktur. Seit der Abschaffung der Bildungskommission liegt die strategische Verantwortung weitgehend beim Gemeinderat. Diese starke Kompetenzkonzentration erwies sich in der Krise als Schwachstelle. Informationsveranstaltungen und Mitteilungen vermochten das verloren gegangene Vertrauen nicht wiederherzustellen.
Die FDP sieht darin einen strukturellen Mangel. Die Initiative verlangt deshalb die Wiedereinführung einer Bildungskommission als politisch abgestütztes Begleit- und Führungsorgan. Sie soll den Austausch zwischen Schule, Politik und Bevölkerung stärken, Transparenz erhöhen und insbesondere in Konfliktsituationen für breitere Abstützung sorgen.
Dass dieser Ansatz auf Unterstützung stösst, zeigt das Resultat der Unterschriftensammlung: Innert kurzer Zeit wurden anfangs Mai 440 gültige Unterschriften eingereicht, deutlich mehr als die erforderlichen rund 320. Gleichzeitig führte die Initiative zu einer breiten öffentlichen Diskussion. In der lokalen Dorfzeitung sowie in überregionalen Medien wie Bund und Berner Zeitung erschienen mehrere Beiträge zur Situation an der Volksschule Bremgarten und zur Forderung nach neuen Führungsstrukturen. Der Gemeinderat ist nun verpflichtet, die Initiative der Gemeindeversammlung vorzulegen.
Der Fall Bremgarten kann auch über die Gemeindegrenzen hinaus Wirkung entfalten. Er soll Mut machen, gerade auch für andere FDP-Sektionen, bei anhaltenden Missstimmungen Verantwortung zu übernehme. In Gemeinden ohne Parlament liegt der Grossteil der Kompetenzen beim Gemeinderat und es ist schwierig, Einfluss zu nehmen. Ein früherer FDP-Slogan aus den 1990er-Jahren bringt dieses Selbstverständnis treffend auf den Punkt: Die FDP hat Ideen und Köpfe. Darauf basiert erfolgreiche Gemeindepolitik – heute mehr denn je.



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