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"Uns ist oft nicht bewusst, welche Möglichkeiten der Berufseinstieg via Berufslehre hat."

Andreas Wyss ist Gemeinderatspräsident von Kirchberg. Jetzt will er in den Nationalrat. Im Interview spricht Andreas über Bildung, Ideen, Verantwortung und Innovation.

1. Die Schweiz hat ein einzigartiges Bildungssystem. Wie sehen Sie die Schweiz im Internationalem Umfeld?

Das duale Bildungssystem in der Berufsbildung der Schweiz ist in der Tat einzigartig und ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Die Durchlässigkeit im Bildungssystem kombiniert mit dem entsprechenden Praxisbezug ist eine grosse Stärke.


2. Welche Meilensteine konnten wir aus Ihrer Sicht erreichen?

Grundsätzlich ist es gelungen, die Berufsbildung und deren Bedeutung zu stärken. Wichtig waren die Weiterentwicklung in Bezug auf die höhere Berufsbildung sowie die stärkere Positionierung der Fachhochschulen, die nun auch Abschlüsse bis zum Master anbieten.


3. Wo sind wir bei der Entwicklung weniger weit, als Sie sich das wünschen würden?

Uns ist oft nicht bewusst, welche Möglichkeiten der Berufseinstieg via Berufslehre hat. Hier müssen wir in der Kommunikation in der Schule auch gegenüber den Lehrpersonen zulegen. Lokale gemeinsame Aktivitäten mit der Schule und den Lehrbetrieben vor Ort bieten eine vielversprechende Möglichkeit zur Sensibilisierung und Kommunikation .


4. Was braucht es aus Ihrer Sicht zusätzlich, damit unser Bildungssystem weiterhin ein Erfolgsmodell bleibt?

Wie jedes System muss auch das der Berufsbildung weiter gepflegt und entwickelt werden. Da sind insbesondere die einzelnen Berufe mit den entsprechenden ODA's gefordert. Stillstand bedeutet auch hier Rückschritt.


5. Sie streben eine Legislatur im Nationalrat an. Was motiviert Sie, dieses Amt auszuüben?

Durch die Politik habe ich die Möglichkeit, zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Ich will meine Ideen in den Wettbewerb um die besten Lösungen einbringen und mich dafür einsetzen, dass Probleme nicht bewirtschaftet, sondern gelöst werden. Mit meiner Erfahrung als Gemeinderatspräsident kann ich eine andere Perspektive einbringen.


6. Für welche Themen möchten Sie sich neben der Bildung einsetzen?

Mit meinem Hintergrund ist mir die Agrarpolitik ein wichtiges Anliegen. Weiter sind die Energiepolitik so wie die Raumplanung Themen, in denen ich mich engagieren werde. Bei allen Themen ist der Umgang mit den natürlichen Ressourcen von grosser Bedeutung.


7. Welche Visionen haben Sie für die Schweiz?

Ich setze mich für eine Schweiz ein, die geprägt wird durch eigenverantwortliche Bürgerinnen und Bürger, die für ihr Handeln und ihr Gegenüber Verantwortung übernehmen. Der Staat konzentriert sich auf die wesentlichen Funktionen und respektiert die Freiheiten des Einzelnen.


Innovation und technischer Fortschritt prägen die Entwicklung und leisten einen wichtigen Beitrag, die Probleme von morgen zu lösen. Die Schweiz ist und bleibt hier an vorderster Front und kann so ihren Wohlstand sichern.

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